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Presse | Wahrzeichen in neuem Glanz

Wahrzeichen in neuem Glanz

Es war ein schwieriges Projekt. Eines, das Planern, Architekten und Arbeitern viel abverlangte. Doch nun, da die denkmalgerechte Umgestaltung der Trinkkuranlage weitgehend abgeschlossen ist, lässt sich sagen: Der Aufwand hat sich gelohnt.

Trinkkuranlage Bad Nauheim

Entstanden ist unter anderem eine neue Gastronomie. Untergebracht ist das Restaurant im Westflügel der hufeisenförmigen Anlage am Rande des Kurparks. Seit Mai ist auch der angrenzende Konzertsaal an der Ecke Ernst-Ludwig- Ring/Kurstraße fertig gestellt und kommt aufgrund seiner hervorragenden Akustik und Gestaltung sehr gut bei den Besuchern und Nutzern an. Kurkonzerte gehörten seit jeher zu Bad Nauheim. Nun sind sie wieder in einem absolut würdigen Rahmen zu hören. Der Saal war geprägt durch Umgestaltungen aus den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, erklären die Architekten Rittmansperger. Ursprüngliche Öffnungen waren verschlossen, und der Saal war für ein kleines Foyer unterteilt. Angemessene Garderoben und sanitäre Einrichtungen gab es nicht. Viel Arbeit also für die Planer. Vor allem aber kam hinzu, dass sie einen neuen Eingang schaffen mussten. Dieses Foyer steht nun außerhalb der ursprünglichen Trinkkuranlage am Ernst-Ludwig-Ring. Das Gebäude spricht eine moderne Sprache. Die Besucher finden darin Toiletten und Garderoben. Vor dem Foyer wurde die historische Balustrade nachempfunden.

Trinkkuranlage Bad Nauheim

Die Architekten wollten zeigen, dass das Gebäude auch ein Teil der Trinkkuranlage ist. Dank des neuen Eingangs ist der Saal nun von der Stadt aus direkt erreichbar. Ein Zeichen dafür, dass die Trinkkuranlage nicht nur Kurgästen vorbehalten ist, sondern auch den Bad Nauheimer Bürgern. Gleichzeitig sollte die Anlage weiterhin die Handschrift von Wilhelm Jost tragen. Der Architekt hatte sie im Jahr 1910 im Jugendstil anlegen lassen. Während die ganze Pracht von außen nur schwer zu erkennen war, trumpfte Jost im Innern der Anlage auf - mit Dreiecksgiebeln und dorischen Säulen. Dass der Komplex in die Jahre gekommen war, ließ sich aber kaum mehr übersehen. Und so hatten die Handwerker in den vergangenen Monaten einiges zu tun. Erneuert wurde die gesamte Haustechnik, außerdem restaurierten die Arbeiter Teile der Dachkonstruktion und mehrere Fenster; sie sanierten auch das undichte Wasserbecken sowie die Muschel. Gleichzeitig legte die Stadt ein modernes Energiekonzept für die Anlage vor. So viel Aufwand kostet Geld. 6,6 Millionen Euro gab die Kommune für die Bauarbeiten aus. Ursprünglich waren sechs Millionen vorgesehen. Doch stellten sich den Arbeitern unerwartete Probleme. So stießen sie auf Leitungen, die in keinem Plan eingezeichnet waren, und unter Teilen des Komplexes wurden Altlasten festgestellt. Am Ende aber war es eine wichtige Investition in ein Wahrzeichen der Stadt Bad Nauheim. Denn nicht weniger ist die Trinkkuranlage.

Quelle: planen & bauen Stadt Bad Nauheim (12.12.2010)

 

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