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Presse | „Ein ordentliches Kleid“ für die Justiz

„Ein ordentliches Kleid“ für die Justiz

Mit einem Festakt wurde gestern das Ende der Sanierungen der historischen Land- und Amtsgerichtsbauten am Mathildenplatz gefeiert. Die Sanierung kostete inklusive Planungen und Ausweichquartieren 19,3 Millionen Euro.

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„Das hallt so laut, dass man gar nicht mehr arbeiten kann“, stellt eine Amtsgerichtsmitarbeiterin fest, während sie sich zur Feier im Lichthof gesellt. Kurz darauf bläst ein Bläserquartett zum Festaktbeginn, rund 120 plaudernde Gäste aus Politik und Justiz verstummen. Am Mittwoch war Festakt zum Abschluss des dritten und letzten Bauabschnitts des Darmstädter Gerichtsbezirks am Mathildenplatz.

„Wir sind wieder am Mathildenplatz vereint“, sagte Amtsgerichtspräsident Michael Herrlein. „Die Außenstellen sind aufgelöst.“ Für 19,3 Millionen Euro wurden das alte Landgericht von 1874 und das alte Amtsgericht von 1905 ab 2009 saniert. In dieser Summe sind unter anderem auch die Kosten für Ersatzraum-anmietung, Auslagerungen, Einrichtung, Planung oder Architektenhonorare enthalten.

Zur Sanierung gehörten auch Brandschutzeinrichtungen, in den Innenhöfen der beiden Gerichte seien großzügige Glasaufzüge gebaut worden, schildert Architekt Jürgen Rittmannsperger, der mit seinem Büro die Sanierung geplant hatte. „Und beim Landgericht musste das Dach komplett mit Schiefer neu eingedeckt werden.“
Dass das alte Landgericht mit dem neuen gegenüberliegenden Oberlandesgericht über eine Brücke verbunden wurde, ist einer Intervention aus dem Justizministerium zu verdanken. Angesichts der Kosten habe das Landgericht zunächst auf die Brücke zugunsten eines Tunnels mit unbekannten Kosten verzichten wollen, erzählte ein Ministeriumsmitarbeiter.
Die geplante Bauzeit habe man nicht einhalten können, bedauerte Bodo Sauerbier vom Hessischen Baumanagement, die Bausubstanz habe sich als „sehr viel maroder” erwiesen als anfangs ermittelt.
Architekt Rittmannsperger wies auch aufs Ensemble Mathildenplatz hin. Das Landgericht sei als „würdiges Gegenüber“ der Neuen Kanzlei errichtet worden. Die heutige Regierungspräsidiumrückseite ist ein Mollerbau von 1824. „Aus der Zeit stammt auch der Löwenbrunnen“, wies der Architekt auf den Brunnen hin. „Das ist das letzte, was noch saniert werden muss.“

Mit dem Justizzentrum unterstreiche man die Bedeutung Darmstadts als kleine, aber bedeutende „Residenz des Rechts“, sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch. Begeistert wirkte der OB vom Lichthof. „Ein herrlicher, einzigartiger Innenhof mit imposanten Treppen“, lobte er. „Kaum zu glauben, welches Schmuckstück hier schlummert.“ Partsch reagierte auf Rittmannspergers Anmerkung zum Brunnen: „Wir werden als Stadt unser Scherflein beitragen.“
Justizminister Jörg-Uwe Hahn freute sich, dass die hessische Justiz inzwischen wieder ein gutes Bild in den Städten abgebe. Mit Vollendung und Sanierung der Bauten am Mathildenplatz sah der Minister gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter. „Justiz gehört in ein ordentliches Kleid“, sagte der Minister. Er erwähnte auch an das Engagement aller Darmstädter Landtagsabgeordneten für den Justizstandort.
Als Symbol, dass auch Richter „nicht die letzte Instanz sind“ (Amtsgerichtspräsident Herrlein), segneten Pröbstin Karin Held (Evangelische Kirche Hessen und Nassau) und Generalvikar Dietmar Giebelmann (Bistum Mainz) die Gebäude.

Quelle: Darmstädter Echo (15.8.2012)

 

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