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Presse | „Tag der Städtebauförderung“ in Idstein

„Tag der Städtebauförderung“ in Idstein

IDSTEIN - Man könnte meinen, dass Bauamtsleiter Axel Wilz in ein Memory-Spiel vertieft ist – aber er sortiert die Karten nur für die nächsten Besucher, die am ersten bundesweiten „Tag der Städtebauförderung“ den Weg ins Gerberhaus gefunden haben. Neben jeder Menge Informationen rund ums Thema Stadtumbau und abgeschlossene Förderprojekte wie der Altstadtsanierung ist heute die Meinung der Bürger gefragt – und zwar ganz konkret für das Gebiet der Wörsbachaue, wo ein Generationenpark entstehen soll.

Im Gespräch mit Bürgern: Der Idsteiner Bauamtsleiter Axel Wilz (rechts) vor den Plänen der Wörsbachaue, die ein Generationenpark werden soll. Foto: wita/Mallmann


Es wird mit Fördermitteln in Höhe von etwa 400 000 Euro gerechnet, wobei es nicht unbedingt die teuren Varianten sind, die bei den Idsteinern gut ankommen. Auf ein positives Echo ist beispielsweise die Idee gestoßen, einen Holzsteg mit Sitzbank vom bereits bestehenden Fuß- und Radweg in die Wiese zu bauen, sodass es möglich wäre, auf dem Grün zu sein, ohne übers Gras laufen zu müssen. „Hauptsache, die alten Bäume bleiben stehen“, gibt ein Bürger den Verantwortlichen aus dem Rathaus mit auf den Weg. Andere fragen nach einer Grillstelle oder einem Bolzplatz.

Wer sich einbringen möchte, kann sich in eine Liste für einen Arbeitskreis eintragen, viele nutzen direkt die spielerischen Angebote zur Meinungsfindung und gestalten mit kleinen Fotokarten ihren Wunsch-Spielplatz mit Piratenschiff, Röhrenrutsche oder Schaukel. „Die Collage wird abfotografiert und so Teil des Entscheidungsprozesses“, erklärt Wilz. Gepunktet wird zudem bei der grundsätzlichen Frage, ob der Spielplatz naturnah oder mit Geräten, in erster Linie aus Holz, oder mit Edelstahl gestaltet werden soll.
Auch der Weg, der künftig die Aue umrunden soll und den Charakter eines Fitnesspfades bekommen könnte, ist Teil der Ideenbörse. Sollen in erste Linie Geräte aufgestellt werden, die zu zweit genutzt werden können, soll der Schwerpunkt auf Ausdauer und Beweglichkeit liegen oder lieber auf Kraftübungen?

Eine ganz andere Form der Wegführung beschäftigt die Planer im Bereich der alten Hahnstück-Siedlung, die im Zuge des Stadtumbaus Nord nach und nach ihr Gesicht verändert und Neubauten Platz macht. Der Weg aus Richtung Limburger Straße zur Wörsbachaue soll einladend sein und ins Gesamtkonzept passen.

Das Bewusstsein für den öffentlichen Raum soll an diesem „Tag der Städtebauförderung“ geschärft werden. Wer mit offenen Augen durch die Ausstellung geht, kommt um den Blick über den Tellerrand nicht herum, erkennt Zusammenhänge und begreift öffentliche Räume als Netzwerk. Die Wörsbachaue kann nicht isoliert betrachtet werden, denn auf lange Sicht soll die Lücke zwischen dem Zissenbachpark, der Altstadt und dem Wolfsbachtal geschlossen werden. Dazu gehören auch Überlegungen, wie künftig der alte Festplatz genutzt und der Schlossteich aufgewertet werden soll: ökologisch, aber auch im Sinne der Naherholung.

Quelle: Wiesbadener Tagblatt, Von Ingrid Nicolai (21.5.2015)

 

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