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Presse | Schloss Friedenstein Gotha - Schlösser-Stiftung zieht erste Bilanz über die Sanierung der Schlossanlage

Schloss Friedenstein Gotha - Schlösser-Stiftung zieht erste Bilanz über die Sanierung der Schlossanlage

Die größte Baustelle
Für die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten zählt Schloss Friedenstein zu den derzeit größten Baustellen. Als die Stiftung am 1. Januar 2004 die Schlossanlage nebst Park übernommen hatte, ahnte sie noch nicht, welche Probleme bei der Sanierung auf sie zukommen werden.

Schlosshof

So wurde festgestellt, dass die Schäden, durch den Echten Hausschwamm hervorgerufen, so gravierende Ausmaße in den Dachbereichen des Nord- und Südflügels sowie des Westturmes angenommen hatten, dass die Arbeiten den ursprünglich geplanten Umfang bei weitem überstiegen haben. Für die Stiftung bedeutet das, dass die angesetzten 5,8 Millionen Euro für die Dachsanierung nicht ausreichen werden. Weitere 1,5 Millionenen Euro werden nötig sein, erklärt Stiftungsdirektor Helmut-Eberhard Paulus, der am gestrigen Dienstag auf der Jahresabschlusskonferenz eine erste Bilanz zu den Sanierungsarbeiten an der Schlossanlage vorstellte.

Aufwändig waren die Dachkonstruktion und die Hängewerke am Nordflügel über der Schlosskirche. Bis zum Ende des Jahres soll die eingebaute Stützkonstruktion in der Schlosskapelle wieder entfernt werden. Allein hier setzte die Stiftung knapp 4 Millionen Euro ein. Im westlichen Treppenhaus wurde eine Musterachse zur Festlegung der künftigen Farbgestaltung nach historischem Vorbild angelegt. Erneuert und instand gesetzt wurden Elektro-, Brandschutz- und Heizungsinstallationen im Nord- und Ostflügel.

Gegenwärtig laufen Arbeiten an der Südseite des Arkadengangs. Untersuchungen haben ergeben, dass die Pfeiler, deren Schalen zwar aus Massivstein bestehen, innen Hohlräume aufweisen, die mit Füllmaterial versehen wurden. "Die Pfeiler können auch noch ein paar Jahre stehen, ohne das etwas passiert", sagt der Stiftungsdirektor. Doch sei dringend eine konstruktive Sicherung und Verstärkung des Fundaments notwendig, denn auf den Pfeilern ruhen die Arkadenbögen. In diese Maßnahme fließen Fördermittel der Deutschen Bundesumwelt-Stiftung. Sanierungsbedürftig ist auch das östliche Wachthaus, auch Pagenhaus genannt. Hier wurden enorme Feuchtigkeitsschäden entdeckt. Aus diesem Grund musste im zweiten Obergeschoss eine Wand auf der Westseite ausgetauscht werden.

Der nächste Brocken, den Paulus viel lieber drei Jahre nach hinten verschoben hätte, ist die Sanierung des Orangeriegebäudes. Ziel der Schlösserstiftung sei es, hier eine Schauorangerie entstehen zu lassen. Das Gebäude soll für kleine Veranstaltungen als "Orangerie-Erlebnis-Gotha" vermarktet werden. Im Sommer 2007 sollen die Bauarbeiten beginnen. Frühestens in drei Jahren wird die Orangerie den Besuchern zur Verfügung stehen. Dazu gehört auch der Englische Garten. Hier wurde ein Musterabschnitt des historischen Radweges angelegt. Insgesamt belaufen sich die Kalkulationen zur Sanierung der Schlossanlage mit Park auf 60 Millionen Euro, Paulus:"Doch es wird mit Sicherheit mehr kosten."

Quelle: TLZ Gotha (6.12.2006)

 

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