Westturm Ostflügel Arkaden Nordportal Pagenhaus Westflügel Nordflügeldach Wachthaus Ostturm

Presse | Plötzlicher Abschied von einem rührigen Architekten

Plötzlicher Abschied von einem rührigen Architekten

NACHRUF Jürgen Rittmannsperger stirbt im Alter von 74 Jahren.


DARMSTADT (net). Der Darmstädter Architekt Jürgen Rittmannsperger ist tot. Er starb am vergangenen Samstag kurz vor seinem 75. Geburtstag überraschend an den Folgen eines Wespenstichs.

Vor zwei Wochen noch haben ihn Darmstädter Freunde in seinem Zweitwohnsitz in Nord­hessen besucht. Wenige Tage später, am 8. August, war Jürgen Rittmannsperger tot. Der Architekt und frühere SPD­ Stadtverordnete hat mit seiner Frau Gilla den Sommer im Herrenhaus Burg-Gemünden verbracht. Dort wurde er von einer Wespe gestochen, ein allergischer Schock führte zum Todes rührigen Planers und jovialen Mannes.

Umrankt von einem Freundeskreis

Nicht nur als Architekt und Mitglied in baulichen Gremien, Kommissionen und Kuratorien hat Jürgen Rittmannsperger Spuren hinterlassen. Dies hat er vor allem als Mensch getan, in seiner Familie und in seinem Freundeskreis, der ihn "wie ein Geflecht umrankte". So umschrieb es der frühere Leiter der ECHO-Lokalredaktion, Klaus Staat, anlässlich des 60. Geburtstages von Jürgen Rittmannsperger, der 1940 in Tschechien zur Welt kam.

Gerade war er voller Energie dabei gewesen, seinen 75. Geburtstag Anfang September zu planen. Diesen wollte er nicht, wie er es sonst am liebsten tat, im großen Kreis feiern. Diesmal hatte er vor, mit seiner Frau zu verreisen: nach Österreich, nach Linz und Wien - zu Stationen seines Lebens sollte es gehen.

Danach hätte es aber sicher noch ein Fest gegeben, denn Jürgen Rittmannsperger war ein wunderbarer Gastgeber, der es liebte, Menschen um sich zu haben, sie zu bewirten, zu diskutieren, herzlich mit ihnen zu lachen. Er interessierte sich für sie. Man fühlte sich gut aufgehoben in seiner Gesellschaft, auch als Journalist. Nie war ihm eine Frage zu viel, nie wur­de er müde, Details zu erklären, wenn es um seine großen Sanierungsprojekte ging.

Denn die Altbausanierung, auch die Sanierung ganzer Altstädte, war das Metier Rittmannspergers: Lokale Beispiele sind unter anderem das Jagdschloss Kranichstein, der Goldene Löwe in Arheilgen und zuletzt der Paulusplatz. Aber auch in Erfurt, wo er die Alte Synagoge sanierte, oder am Weimarer Stadtschloss hat er architektonische Spuren hinterlassen.

In sein Büro in der Ludwigshöhstraße kam er nach wie vor, in jüngster Vergangenheit allerdings etwas seltener, sagt Sohn Hans, der seit 2005 gemeinsam mit seinem Vater das Büro Rittmannsperger Architekten führt. "Er war noch immer sehr präsent, konnte sich aber auch zurücknehmen und Dinge übertragen", so Hans Rittmannsperger.

Im Sinne des Verstorbenen werde man das Büro weiterführen, sagt er. Und die Familie, zu der neben Ehefrau Gilla und den Söhnen Hans und Philipp noch zwei Enkelkinder gehören, wird den Lieblingsplatz der Rittmannspergers in Burg-Gemünden weiterhin mit Leben füllen. Dass der Verstorbene dort erstmals Frühjahr und Sommer verbringen, den Küchengarten pflegen und sich der blühenden Rosen erfreuen konnte - dies hat er noch vor wenigen Tagen dankbar kund­ getan. Wie gut, dass Jürgen Rittmannsperger sich dafür die Zeit genommen hat.

Familie und Freunde verabschieden sich am Montag (17.) um 14 Uhr in der Pauluskirche,
Niebergallweg.

Quelle: Darmstädter Echo (15.8.2015)

 

Zum Seitenbeginn Zum Seitenbeginn Diese Seite drucken Diese Seite drucken

www.rittmannsperger.de

Rittmannsperger Architekten GmbH
Ludwigshöhstraße 9
64285 Darmstadt

Fon: (06151) 96 80 0
Fax: (06151) 96 80 12
E-Mail: info-DA@rittmannsperger.de
Rittmannsperger + Partner
Lutherstraße 5
99084 Erfurt

Fon: (0361) 56 937 0
Fax: (0361) 56 937 12
E-Mail: info-EF@rittmannsperger.de