Project Description

INNENSTADTKONZEPT UND BETEILIGUNG IN ZWEIBRÜCKEN

Im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ begleiten wir die Stadt Zweibrücken bei der strategischen Weiterentwicklung ihrer Innenstadt. Ausgangspunkt war eine umfassende Bestandsanalyse, aus der verschiedene Zukunftsszenarien und schließlich eine Vorzugsvariante als strategisches Leitbild für die Umsetzungsphase hervorgingen.

Das Maßnahmenkonzept benennt konkrete Projekte in den Handlungsfeldern Aufenthaltsqualität, Nutzungsmischung, Mobilität und Freiraumgestaltung — von kurzfristig realisierbaren Eingriffen bis hin zu langfristigen Umgestaltungsvorhaben. Detaillierte Maßnahmensteckbriefe beschreiben Umsetzungsschritte, Zeitrahmen und Finanzierungsansätze.

Den gesamten Prozess begleitete eine intensive Beteiligung: Fotorealistische Visualisierungen machten geplante Maßnahmen greifbar und bildeten die Grundlage für Bürgerumfragen und den Dialog mit politischen Gremien — um Wünsche frühzeitig aufzunehmen und das Vorhaben breit zu verankern.

Um die Intimität des Jost´schen Konzepts der Trinkkuranlage nicht zu stören, wurde der Foyer-Neubau nach außen hin angrenzend an den historischen Saalbau als neues Eingangsgebäude entworfen. Klar und bewusst in moderner Sprache gestaltet, ordnet er sich der Architektur des Jugendstilbaus mit dessen schön geschwungener Dachform unter. Ein Sichtbetonskelett als nach außen gewandte Konstruktion trägt den gläsernen Kubus des Foyers. Er zitiert mit dem Motiv der Doppelstützen die historisch überlieferte Form der Pergolenarchitektur. Hier im Neubau sind alle für den Betrieb des Veranstaltungssaals erforderlichen funktionalen und technischen Einrichtungen zusammengefasst. Behindertengerecht erschließt er beide Ebenen und den Saalbau. Eine Cateringbar ergänzt die flexible Bewirtung. Durch behutsame Neuorientierung ist ein zum Stadtraum hin ausgerichtetes Entree hinzugekommen.

Fotos: Rittmannsperger Architekten